| M*A*S*H - One of America's funniest bloody films... | |||
Bereits kurz nach dem Erscheinen sicherte sich der Filmproduzent Ingo Preminger für kolportierte 100.000 Dollar die Filmrechte an Richard Hornbergers Roman M.A.S.H. Das Drehbuch verfasste Ring Lardner Jr., der lange Jahre auf der Schwarzen Liste stand und deswegen alle Gründe hatte, gegen die Regierung und das Establishment zu rebellieren. Doch zu Beginn stand das Projekt unter keinem guten Stern. 15 Regisseure lehnten den Stoff dankend ab, bevor der damals unbekannte Fernseh- und Dokumentarfilmregisseur Robert Altman zugriff und damit seinen ersten Kassenschlager landete. Altman kassierte 75.000 Dollar für seinen Job und inszenierte den Film 1969 mit damals ebenfalls noch relativ unbekannten Darstellern. 14 der 30 im Vorspann aufgeführten Namen gaben ihr Kinodebüt. Das Budget betrug nur etwa 3,5 Mio. Dollar, und selbst das wurde noch unterschritten. Gedreht wurde der Film zwischen 14. April 1969 und 11. Juni 1969, die Dreharbeiten wurden 3 Tage vor Plan beendet. Am Set herrschte eine chaotische Atmosphäre, den Altman ermutigte seine Darsteller, zu Improvisieren und auch neue Sätze zu erfinden, was schließlich dazu führte, dass ihm Ring Lardner Jr. abschließend vorwarf, keinen Satz seines Drehbuches verwendet zu haben. Doch auch den beiden "Stars" Donald Sutherland und Elliot Gould war das Chaos nicht recht und sie betrieben hinter Altmans Rücken dessen Ablöse, da sie ihn für völlig durchgedreht hielten. Das sollte der Regisseur aber erst ein Jahr später erfahren. Trotzdem gelang es ihm, während der Dreharbeiten Fox die Brisanz seiner Arbeit zu verheimlichen, erst beim Schnitt im Studio wurde das Management auf den Film aufmerksam. Und bald formierten sich mächtige Gegner des Films, denen er zu blasphemisch, respektlos und blutig war. Als der Film fertig geschnitten war, schaffte es Altman mit Unterstützung einiger ihm wohlgesonnen Männer des mittleren Managements, zumindest ein Testscreening seines Schnitts zu machen, bevor alle OP-Szenen herausgeschnitten hätten werden sollen. Und im September 1969 nahmen Kinogeher in San Francisco den Film frenetisch auf, womit seine Veröffentlichung in der jetzigen Form gesichert war.
Als der Film am 25. Januar 1970 in New York Premiere hatte, war die Mundpropaganda so stark, dass sich die Menschen trotz eines Blizzards und Temperaturen von -15 Grad stundenlang über mehrere Blocks anstellten. Insgesamt stürmten 14 Mio. Zuschauer die Kinokassen und verhalfen dem Low-Budget Film zu Einnahmen von über 80 Mio. Dollar. Sicherlich verstanden die meisten den Film als eine Parabel auf einen anderen Krieg, der damals die Schlagzeilen bestimmte: Vietnam, und dies war von Altman auch so beabsichtigt. Wie erfolgreich der Film war zeigt die Tatsache, dass er in manchen Kinos (zum Beispiel in Vancouver) über ein Jahr lief, und das in den Siebzigern, also in Zeiten vor den großen Multiplex Kinos. Für Donald Sutherland, Elliot Gould und Sally Kellerman bedeutete der Film auch den Durchbruch in Hollywood. Auch die Kritik nahm ihn wohlwollend auf und zeichnete den Film mit der goldenen Palme in Cannes sowie vier Oscar Nominierungen aus. Für die Hauptkategorie bester Film war er den Juroren aber zu heiß. Obwohl nominiert, gewann diesen Preis der patriotischere Kriegsfilm Patton mit George C. Scott in der Hauptrolle, übrigens auch von FOX im selben Jahr produziert, aber mit ungleich höherem Budget. M*A*S*H musste sich mit dem Oscar für das beste Drehbuch begnügen, für das Ring Lardner Jr. trotz der vielen Improvisationen alleinige Autorenschaft zugestanden bekam.
Trotzdem gilt M*A*S*H auch heute noch als Kultfilm, nicht zuletzt begünstigt durch den Erfolg einer nachher entstandenen Fernsehserie, die Altman (genauso wie Hornberger) übrigens überhaupt nicht ausstehen konnte. Und ein Rekord wird M*A*S*H wohl kaum zu nehmen sein: Es ist der Kriegsfilm mit den wenigsten abgefeuerten Schüssen, denn nur genau einmal wird beim Footballspiel eine Kanone abgefeuert... Abschließend noch einige Worte zur Synchronisation: Im Vergleich zur Serie fällt sie leider deutlich ab, denn es wurden nicht nur die Spitznamen teilweise auf Deutsch übersetzt (Speerschleuder für Spearchucker), sondern auch englische Namen noch Deutsch ausgesprochen (MASH zum Beispiel als Masch, was bei der zehnten Wiederholung wirklich nervt). |
| Unterschiede zum Buch | ||
Der Film folgt dem Buch relativ genau, sowohl in der Handlung, als auch in den Charakteren, trotzdem gibt es leichte Unterschiede:
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| Details zum Film | ||
Quelle: The Internet Movie Database | ||
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| Soundtrack | ||
Der Film-Soundtrack ist bei Sony Music erschienen (COL 476746 2). Er enthält auch einige Dialoge aus dem Film. Titel auf der CD:
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